MeinEmsland
Sicherheit·4. Mai 2026·6 Min Lesezeit

Hochwasser im Emsland — was tun, wenn die Pegelwarnstufe erreicht ist?

Das Hochwasser im Februar 2024 hat für manche Anwohner an der Ems unerwartet hoch gestanden. Wer auf das Wasser angewiesen ist — Landwirte, Anwohner direkt am Ufer, Schiffer — kennt die Pegelwerte auswendig. Fuer alle anderen ist die Frage: wann ist es kritisch, wer warnt, was tut man?

Die Pegelstände im Landkreis Emsland werden von der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV) gemessen. Die Werte sind öffentlich einsehbar und werden alle 15 Minuten aktualisiert. Die wichtigsten Pegel im Emsland sind die Ems bei Lingen, Meppen, Haren und Papenburg, plus die Hase bei Haselünne und die Vechte im Südosten.

Jeder Pegel hat individuelle Warnstufen — was in Lingen "kritisch" heisst, ist bei Papenburg vielleicht noch "gruen", weil die Ems dort breiter ist. Die Stufen sind: Meldebeginn (informativ), Warnstufe 1 (kleine Überschwemmung), Warnstufe 2 (größere Bereiche betroffen), Warnstufe 3 (bebaute Gebiete in Gefahr).

Was tun, wenn der Pegel steigt? Erstens: Behörden hören. Die Stadt Lingen, die Stadt Meppen und das Landratsamt Emsland kommunizieren über ihre Webseiten und über NINA-Warnungen. Zweitens: Anwohner am Ufer sollten wertvolle Gegenstaende aus Kellern räumen. Drittens: bei Warnstufe 3 ggf. Evakuierung vorbereiten.

MeinEmsland zieht die Pegelstände live aus der WSV-Datenbank und zeigt dir den aktuellen Wasserstand mit Trend (steigend, fallend, stabil). Wenn du die Hochwasser-Push aktivierst, bekommst du eine Benachrichtigung, sobald der Pegel die Warnstufe überschreitet — bevor die offizielle NINA-Warnung kommt.

Wichtig: MeinEmsland ersetzt nicht den Notruf und nicht die behördliche Warnung. Bei akuter Gefahr 112 anrufen. Die App ist Werkzeug für Vorsorge — nicht für den Ernstfall selbst.

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